Verantwortungsvolle Forschungsbewertung
Bewertet wird die Arbeit, nicht der Publikationsort.
Die Panorama Scholarly Group Ltd hat die San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) unterzeichnet. Wir entwickeln Publikationspraktiken weiter, die Qualität, Integrität, Offenheit und Beiträge über zeitschriftenbasierte Kennzahlen hinaus berücksichtigen.
Zweck und Geltungsbereich
Forschung wird in vielen Formen vermittelt: in Artikeln, Büchern, Daten, Software, Methoden, Reviews, öffentlicher Wissenschaft sowie Beiträgen zu Politik und Praxis. Eine verantwortungsvolle Bewertung muss diese Vielfalt berücksichtigen und Qualität darf nicht auf den Namen oder Rang eines Publikationsortes reduziert werden.
Diese gruppenweite Verpflichtung gilt für die redaktionellen und verlegerischen Praktiken der Panorama Scholarly Group und ihrer Imprints. Sie ergänzt unsere Editorial Standards und unsere Publikationsethik, ersetzt aber nicht den fachlichen Geltungsbereich oder die Entscheidungskriterien einer einzelnen Zeitschrift oder eines Buchprojekts.
Drei Grundsätze leiten unseren Ansatz
Wir nutzen DORA als praktischen Rahmen, um die Beschreibung, Bewertung und Darstellung wissenschaftlicher Arbeiten zu verbessern.
Die Arbeit nach ihrem eigenen Wert bewerten.
Redaktionelle und verlegerische Entscheidungen sollen Fragestellung, Evidenz, Methode, Argumentation, Originalität, Klarheit und Beitrag berücksichtigen, nicht allein das Ansehen des Publikationsortes.
Kennzahlen verantwortungsvoll verwenden.
Quantitative Angaben können Kontext liefern, ersetzen aber kein fachliches Urteil. Kennzahlen sollen klar, transparent, spezifisch, kontextbezogen und fair sein.
Vielfältige Beiträge anerkennen.
Qualität und Wirkung können sich neben Publikationen auch in Daten, Software, Methoden, Begutachtung, Lehre, Politik, Praxis und gesellschaftlichem Engagement zeigen.
Kennzahlen gehören in ihren Kontext
Wir verwenden den Journal Impact Factor, Zeitschriftenrankings, Zitationszahlen oder vergleichbare Kennzahlen nicht als alleinige Ersatzmaße für die Qualität einzelner Artikel, Autoren oder Forschender. Eine Kennzahl auf Zeitschriftenebene beschreibt ein Muster der Zeitschrift, nicht den Wert jeder darin veröffentlichten Arbeit.
Wenn quantitative Kennzahlen relevant sind, erläutern wir ihren Gegenstand und ihre Grenzen und interpretieren sie gemeinsam mit Inhalt und Kontext der Arbeit. Eine einzelne Zahl wird nicht als vollständige Darstellung wissenschaftlicher Qualität oder Wirkung präsentiert.
Was dies für unsere Publikationen bedeutet
Wir verbessern fortlaufend die Verständlichkeit und Auffindbarkeit von Informationen auf Artikelebene, Beitragsrollen, Forschungsergebnissen, Lizenzen, Korrekturen und weiteren Hinweisen auf wissenschaftlichen Wert. Die konkreten Informationen können je nach Zeitschrift, Fachgebiet und Publikationstyp variieren.
In unserer Kommunikation und unseren redaktionellen Hinweisen beschreiben wir die Arbeit selbst und ihren Beitrag. Zeitschriftenbezogene Kennzahlen werden nicht als Garantie für Qualität, Bedeutung oder erwartete Resonanz einer Einreichung oder Publikation dargestellt.
Umsetzung und Überprüfung
Als DORA-Unterzeichnerorganisation verstehen wir diese Erklärung als fortlaufende Verpflichtung zur Verbesserung. Sie ist keine Zertifizierung und keine Behauptung, dass jede Praxis bereits abgeschlossen ist. Mit der Entwicklung unseres Publikationsprogramms überprüfen wir Autoreninformationen, Zeitschriftenseiten, Metadaten, Werbesprache und redaktionelle Abläufe.
Fragen zu dieser Verpflichtung können an die Panorama Scholarly Group gerichtet werden. Wir begrüßen konstruktives Feedback von Autoren, Redakteuren, Gutachtern, Bibliotheken, Forschenden und Lesern.